Jump to content


Juli Gewinnspiel: "Der Meister wird entdeckt"


  • Please log in to reply
No replies to this topic

Muhtator_2016 #1 Posted 14 July 2016 - 04:00 PM

    Ensign

  • Players
  • 1
  • Member since:
    07-12-2016

Mycroft fluchte herzhaft und saftig, während die letzten Reste seiner kümmerlichen Schilde ausfielen. Hektisch starte er auf das Meer roter Anzeigen und Warnhinweise seines Headupdisplays. Ein weiterer Fluch stahl sich über seine Lippen, während er beschloss sich einfach nur noch die Systeme anzeigen zu lassen, die noch funktionstüchtig waren. Es waren die Lebenserhaltung, die Navigation und die Hypersprungtriebwerke. Ein Lämpchen erlosch. Jetzt war auch noch die Navigation ausgefallen. Damit hatten sich die Chancen verabschiedet sich und seine Crew noch durch eine Flucht zu retten. Mycrofts Geist arbeitete fieberhaft daran wie er sein Leben und das der ihm anvertrauten 2 Männer und drei Frauen seiner Crew noch zu retten im Stande wäre. Während er fieberhaft nach einer Lösung suchte, fragte er sich ab wann sein Leben angefangen hatte so schief zu laufen. War sein Pech mit der verhängnisvollen Order im Psilonsystem Muscida gekommen, als man sein Schiff die Broadsword aus der Flotte ausgegliedert und es zur Erkundung einer unbekannten Warproute abkommandiert hatte. Einer Warproute von der die Psilons flüsterten, dass sie verflucht wäre oder zumindest extrem gefährlich, denn noch nie war ein Schiff von dieser Route zurückgekehrt. Mycroft hatte beim Zentralkommando nochmals nachfragen und sich seine Befehle bestätigen lassen. Die Antwort war schnell und knapp erfolgt. Seine außerordentliche Forschungsmission erfolgte direkt auf Anweisung von Großkanzler Moerp. Allerdings konnte sich Mycroft nicht vorstellen, das der sonst so umsichtige und planerische Großkanzler ihn einfach aus einer Laune heraus auf eine Selbstmordmission geschickt hatte. Nein, wahrscheinlich war es ein Fehler im Beraterstab gewesen und man hatte sich mit den Schreibweisen oder dergleichen vertan. Aber was spielte es für eine Rolle, er hatte gehorcht und nun war er hier, hier im Orionsystem. Sie hatten gleich gemerkt das etwas ganz und gar falsch lief, als Parker, sein Sensoroffizier und ansonsten die Ruhe selbst mit einer sich vor Panik überschlagenden Stimme die Anwesenheit einer gigantischen sich bewegenden Masse gemeldet hatte, die gerade in dem Moment wendete, als sie im System auftauchten. Es war als hätte dieses riesige Raumschiff von dem die Scanner immer noch keine genauen Daten empfangen konnte sie bereits erwartet. Dieses Ding war gigantisch uralt und teilweise schien es nicht ganz in diesem Universum zu sein. Es hatte sie mit unfassbarer Geschwindigkeit geortet und war mit einer Schnelligkeit auf sie zugekommen, die ein solch riesiges Objekt einfach nicht besitzen durfte. Mandala hatte bei dem Versuch das zu verstehen einen hysterischen Anfall erlitten, war von ihrer Kommandoliege geglitten und hatte sich auf dem Boden der Brücke zusammengerollt wie ein Kleinkind. Mycroft hatte sofort Wenden und einen Fluchtkursberechnen lassen, aber da war es schon heran und der erste Streiftreffer hatte das einst so fortschrittliche Schiff in einen Trümmerhaufen verwandelt der nur noch von Hoffnung zusammengehalten wurde. Der Hoffnung Mycrofts und seiner Mannschaft diesem Monstrum noch zu entkommen. Entkommen, dies war nun auch keine Option mehr. Der gellende Schrei von Parker riss Mycroft aus seinen Gedanken. Er wusste nicht was Parker auf dem sah was an Sensoren noch funktionierten, aber es reichte um ihn schreien zu lassen wie einen Wahnsinnigen. In einem Akt purer Verzweiflung hieb Mycroft auf die Aktivierungstaste des Warpantriebs. Das Schiff wurde in den Hyperraum katapultiert. Es war ein Höllenritt, obwohl er nur 2 Sekunden dauerte bevor er abrupt und mit einem unheilvollen Krachen endete. Sie waren entkommen, diese Bestie, die in einigen Legenden der Psilons als der Wächter von Orion bekannt war, hatte sie nicht getötet. Dafür erkannte Mycroft würde es der das All tun. Die Inneren Sensoren meldeten den Ausfall der Lebenserhaltungs- systeme durch einen winzigen Asteroiden, dessen Flug sie auf ihrer rasanten Flucht gekreuzt hatten. Ihnen blieb nach den Anzeigen der Sensoren noch genug Atemluft für 20 Minuten. Mycroft verfluchte sein Schicksal und die unglückselige Entscheidung der Person, die ihm und seiner Mannschaft das alles hier eingebrockt hatten. Schweigend starte er aus dem Cockpitfenster hinaus in die dunkle kalte Leere des Alls und dachte an seine Frau Theodora und seine beiden Kinder, die nun ohne ihn aufwachsen mussten. Seufzend begann er mit der Formulierung eines Abschiedsbriefs, für den Unwahrscheinlichen Fall das irgendwann einmal jemand seine kalte von All konservierten Überreste finden würde.           






1 user(s) are reading this topic

0 members, 1 guests, 0 anonymous users