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Kurzgeschichte "Juli Gewinnspiel" Das Wurmloch


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Yaghul #1 Posted 12 July 2016 - 12:44 PM

    Ensign

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Unter der Führung des allseits geliebten Omnibrains Moerp wurde der Späher V auf Erkundungsreise in für ihn ungeahnte Tiefen des Weltalls geschickt.

Während sich die Geschicke des Reiches vor allem um den Handel mit den Klakonen und den Psilon, sowie mit der Erforschung von Gravitation und Wetter drehten, so drehten sich die Gedanken der Crew einzig um allein, um ihre bevorstehende Reise.

 

Unter dem Decknamen ‚Krusty‘ entschwand Späher V durch ein Wurmloch auf dem Weg in eine neue Galaxie mit Namen Remus.

In alten Geschichtsbüchern des Menschenimperiums war von einer Stadt die Rede welche auf sieben Hügeln errichtet wurde, man hoffte in diesem System gegeben falls Hinweise auf die ersten Siedler zu finden.

 

Doch dies soll an einer anderen Stelle erzählt werden.

 

Während Captain Bartion im Cockpit des Schiffes ein wenig Zeit mit sich und den Sternen verbringen wollte, genossen die übrigen beiden Crewmitglieder im hinteren Bereich des Schiffes den Ausblick auf die schillernden Farben des Wurmloches.

Die hypnotische Wirkung der Farben ließen Lysa und Mag mit ihren Augen am gefühlten Horizont verharren. So saßen sie in ihren futuristischen Ohrensesseln vor den kleinen Fenstern im Aufenthaltsbereich, in ihren Nasen wehte eine leichte Brise von frisch gemahlenem Kaffee der Espressomaschine, welche Captain Bartion vor 10 Minuten bedient hatte.

„Es ist wie durch ein Fernglas zu schauen, findest du nicht Lysa?“ fragte Mag.

„Ja, ich habe auch das Gefühl, dass sich die Farben wie kleine Wurmlöcher um die Position drehen in die ich schaue.“

„Ein verrücktes Gefühl, aber ich kann einfach nicht davon ablassen.“

 

Und so vergingen die Stunden.

 

Lysa hatte das Gefühl hinter dem Schleier der Farben Asteroiden schweben sehen zu können, die scheinbar an ihrer Position verharrten, also strengte sie ihre Augen an, mehr erkennen zu können und tatsächlich - In der Geschwindigkeit des Schiffes schwebten scheinbar hinter dem Wurmloch kleine Felsbrocken mit Ihnen.

Als Lysa Mag hiervon berichten wollte, hatte er sich bereits aufs Ohr gelegt. Wann das geschehen war, konnte Lysa nicht sagen, zu sehr war sie mit sich und ihrem Ausblick beschäftigt.

Sie beschloss das Treiben noch ein wenig zu beobachten.

Auf dem Asteroiden konnte sie kleine Krater erkennen, die voraussichtlich von Einschlägen herrührten. Welches Material dieser wohl hat und warum bewegt er sich genauso schnell wie wir? Während sie sich mit der Oberfläche beschäftigte, entdeckte Sie kleine Fusionspuren hinter dem Asteroiden und schloss darauf, dass dieser sich nicht alleine bewegen konnte.

 

Sie beschloss sofort ins Cockpit zu Captain Bartion zu gehen, um diesem Bericht zu erstatten und zu schauen, ob auf dem Scanner etwas zu sehen war. Auch Captain Bartion hatte sich bereits in die Koje verzogen und das einzige, dass sie im Cockpit vorfand, war dieser schrecklich monotone Piepton des Autopiloten.

Der Scanner zeigte nichts Außergewöhnliches. Sie programmierte ihn jedoch neu und suchte speziell nach Antriebsrückständen und nach ihr bekannten Asteroiden, sie schien vorher eine ihr bekannte und seltene Gesteinsart ausgemacht zu haben.

Nach einiger Zeit des Suchens fand der Scanner tatsächlich Spuren der von ihr eingegebenen Parameter. Weitere Detailuntersuchungen über die Instrumente ergaben, dass es sich hierbei um eine Art Schiff handeln musste.

 

Just in diesem Moment ging ein Ruck durch das Schiff und Lysa konnte eine Art grünen Strahl feststellen, der aus der Richtung des Wurmloches kam, in dem sich dieses Asteroidengefährt befinden musste.

Die Instrumente des Schiffes fielen aus und das Cockpit wurde nun von den Regenbogenfarben des Wurmloches dominiert. Sie schwebten vom Wurmloch selbst angetrieben weiter voran und Lysa verharrte stocksteif an ihrer Position. Noch nie fühlte Sie sich so hilflos. – ‚Die anderen beiden müssen doch das Ruckeln auch gespürt haben. Wo bleiben sie?‘

Nach einer gefühlten Ewigkeit gingen die Instrumente im Cockpit wieder an und sie entdecke auf dem Kommunikationsrelay mehrere Nachrichtensymbole. Neben den üblichen Informationsnachrichten der Flotte war dort auch eine Nachricht zu finden, die ihre Aufmerksamkeit auf sich zog.

 

Nachdem du uns nun entdeckt hast, Fähnrich Lysa Sampson, geben wir dir den Rat, dieses für dich zu behalten, andernfalls sehen wir uns gezwungen sämtliche Schiffe, die durch dieses Wurmloch kommen, an ihrem Weiterflug zu hindern.

 

„Hey Lysa, wach auf!“ – Mag schüttelte Lysa an der Schulter. Lysa saß in ihrem Ohrensessel und öffnete die Augen. „Wir sind gleich in Remus und müssen noch Vorbereitungen treffen.“

Lysa rappelte sich und in ihrem Kopf kreisten weiterhin die Gedanken an diese Nachricht. Sie ging also ins Cockpit um ihre Arbeit aufzunehmen.
Während sie ihren Platz am Steuerpult einnahm, spähte sie auf das Kommunikationsrelay – alles normal, nichts außergewöhnliches.

Hatte Sie alles nur geträumt?

 

-Yaghul im Juli 2016






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